Veranstaltungen

Veranstaltungen

Hier finden Sie die im Rahmen der Ausstellung stattfindenden Begleitveranstaltungen. In zahlreichen Vorträgen und Interviews von und mit interessanten Gästen werden einzelne Aspekte der Erinnerung und Aufarbeitung des Nationalsozialismus aus der Ausstellung aufgegriffen und vertieft. Anschließend besteht die Möglichkeit, noch einmal gemeinsam durch die Ausstellung zu gehen.

Alle Veranstaltungen sind eintrittsfrei und finden im großen Sitzungssaal des Landratsamtes statt. Um eine formlose Anmeldung an kultur@kreis-tuebingen.de wird gebeten.

  • So
    27
    Jan
    2019
    20:00 UhrLandratsamt Tübingen, Wilhelm-Keil-Straße 50, 72072 Tübingen

    Foto: Valentin Petri

    Am Holocaust-Gedenktag wird die Ausstellung "WAHRvergangenHEIT" im Landratsamt Tübingen eröffnet. Die Kuratoren der Ausstellung werden über den Entstehungsprozess und ihre Erfahrungen in Argentinien sprechen. In diesem Rahmen wird außerdem der Lilli-Zapf-Preis an engagierte Jugendliche vergeben.

    Die Veranstaltung ist eintrittsfrei. Es wird jedoch um eine formlose Anmeldung an kultur@kreis-tuebingen.de gebeten.

  • Do
    31
    Jan
    2019
    18.30 UhrVortrag von Prof. Wolfgang Sannwald

    Foto: Wolfgang Sannwald
    Foto: Wolfgang Sannwald

    Das Erinnern an die Jahre 1933 bis 1945 steht im Mittelpunkt der deutschen und der Tübinger Erinnerungskultur. Kreisarchivar Prof. Wolfgang Sannwald systematisiert in seinem Vortrag am Donnerstag, 31. Januar 2019 um 18.30 Uhr im Landratsamt Tübingen aufgrund eigener Forschungen den Gang dieser örtlichen Erinnerungskultur von 1945 bis zur Gegenwart. Er geht dabei anhand zentraler Örtlichkeiten wie der Stiftskirchenmauer, der Münzgasse und der Neuen Aula Akteuren und Perioden des Erinnerns nach. In der Stadtgesellschaft setzte Mitte der 1970-er Jahre eine Umorientierung von einer Abwehrhaltung hin zu einer kritischen Aufarbeitung der NS-Vergangenheit ein. Seit der Wende zum 21. Jahrhundert kam es zu einem deutlichen Akteurswechsel und einem Phänomen, das man als Partikularisierung der Erinnerungskultur beschreiben kann.


     

  • Do
    07
    Feb
    2019
    20 UhrVortrag von Dr. Axel Smend mit Interview durch die Ausstellungskurator*innen

    Axel Smend, Sohn von Günther Smend, der zum militärischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus gehörte, ist Vorsitzender des Kuratoriums der „Stiftung 20. Juli 1944“. Smend zeigt Kernbotschaften des deutschen Widerstands und deren Bedeutung für heute auf.


     

  • Di
    19
    Feb
    2019
    18.30 UhrVortrag von Karl Kleinbach

    Unter dem Decknamen „Unternehmen Wüste“ mussten KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter während des 2. Weltkrieges unterschwersten Bedingungen Bergwerks- und Produktionsanlagen für die Gewinnung von Treibstoff aus Ölschiefergestein herstellen. Seit 2015 sammelt und dokumentiert Kleinbach aus Bisingen Überreste des „Unternehmen Wüste“, die durch landwirtschaftliche Arbeiten bis heute wieder ans Licht kommen.


     

  • Do
    21
    Feb
    2019
    18.30 UhrVortrag von Aleida Assmann

    Die renommierte Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann beschäftigt sich in ihren Publikationen seit Jahren mit Formen der Erinnerungskultur und deren Bedeutung für Europa sowie für die Menschenrechte. In ihrem Vortrag reflektiert sie neue Formen des Unbehagens an der historisch-politischen Aufarbeitung nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern.


     

  • Do
    28
    Feb
    2019
    18.30 UhrVortrag von Michael Jaesrich mit Interview durch die Ausstellungskurator*innen

    Cover von "Die Tübinger Juden" / Foto: Valentin Petri

    Lilly Zapfs Wirken gilt als Meilenstein im stockenden Aufarbeitungsprozess Tübingens nach dem Krieg. Michael Jaesrich untersuchte in seiner Arbeit die Beweggründen Lilly Zapfs, sich so intensiv mit den Schicksal der vertriebenen und ermordeten Tübinger Juden zu beschäftigen.

    Er studierte Germanistik und Geschichte in Tübingen und Uppsala (Schweden) und arbeitet seit 2010 als Lehrer am Graf-Eberhard-Gymnasium Bad Urach.

    Neben seiner Monographie "Lilli Zapf – Leben und Werk" veröffentlichte er bereits diverse Artikel für die Tübinger Blätter. Derzeit arbeitet er an einem Promotionsprojekt zum Hochschulring Tübinger Studenten.

    Foto: Michael Jaesrich